Was sind Kryptowährungen?


Kryptowährungen sind ein digitales Zahlungsmittel, das dezentral und unabhängig von Großbanken über die technologische Innovation der Blockchain realisiert wird.
Sie stellen somit virtuelle Währungen dar, welche durch innovative Verschlüsselungstechnologien gesichert und ohne zentrale Emittenten organisiert sind.


Doch wie sind Kryptowährungen entstanden?

Nach der Finanzkrise 2007/2008 wurde die Nachfrage nach einer Währung, die unabhängig von Zentralbanken, Banken und Regierungen funktioniert immer größer.
Es wurde nach Alternativen gesucht und eine Lösung am 01.11.2008 von Satoshi Nakamoto mittels „The Cryptography Mailing List“ vorgestellt und in dem Whitepaper „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ veröffentlicht.
Damit hat er die wichtigsten technologischen Grundlagen des Bitcoins und aller andern darauf aufbauenden Kryptowährungen gelegt und die erste Implementierung dieses Systems hervorgebracht.

Dabei ranken sich mittlerweile viel Mythen um die Existenz des Erfinders der bisher bekanntesten Kryptowährung Bitcoin.
Wer hinter Satoshi Nakamoto steckt, ist bis heute nicht ersichtlich. Dabei bedeutet Satoshi Nakamoto im japanischen so viel wie Hans Muster und stellt wahrscheinlich eher ein Pseudonym einer Personengruppe oder einer einzelnen Person dar.
Nakamoto trat das letzte Mal im Jahre 2011 in Erscheinung und überlässt die Weiterentwicklung seiner Originalversion des Systems hauptsächlich freiwilligen Programmierern von open-source Projekten. In den letzten Jahren wurden Entwicklungsleistungen der Bitcoin-Infrastruktur aber auch immer öfter von Startups, wie Blockstream, geleistet.


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Wie funktionieren Kryptowährungen?


Grundsätzlich lässt sich aber festhalten, dass Kryptowährungen, im Gegensatz zum Fiatgeld wie dem Dollar, an sich keinen eigenen intrinsischen Wert haben. Der Wert der Kryptowährungen ergibt sich vielmehr aus dem der Währung entgegengebrachten Vertrauen und der Akzeptanz zwischen den jeweiligen Handelspartnern.
Zudem ist es erstmals möglich geworden, elektronische Währungen direkt von Person zu Person als Transaktion übertragen zu können. Dies war bis jetzt nur mit physischen Bargeld möglich.

Ein erster wichtiger technologischer Baustein hin zur Verwendung von Kryptowährungen ist die Benutzung von digitalen Signaturen, auch Hash-Werte genannt, für die man eine einmalige Identifikationsnummer und den dazugehörigen geheimen Schlüssel benötigt.
Mit diesem ist es zum Beispiel möglich Transaktionen fälschungs- und kopiersicher zu signieren. Ferner ist es so nicht notwendig, sich als Absender oder Empfänger als reale Person zu erkennen zu geben. Bei einer Transaktion werden die beiden beteiligten Personen nur durch ihre Identifikationsnummer identifiziert, welche somit ihr Pseudonym darstellt und auch als ihre Kontonummer betrachtet werden kann.

Mit der Verwendung von elektronischen Signaturen ist es nun schon weitestgehend möglich, ein Kryptowährungssystem zu realisieren.
Doch es fehlt weiterhin eine eindeutige Nachweisbarkeit von Transaktionen. Bis jetzt kann der Absender mit der Transaktionskette noch nicht beweisen, dass er die gleichen Coins nicht schon bereits an einen anderen Empfänger geschickt hat. Es fehlt also ein verlässliches Archiv aller vergangenen Transaktionen.
Diese Archivfunktion ist eine weitere Innovation in der Entstehung von Kryptowährungen: die dezentral organisierte Blockchain.

Die Blockchain stellt eine Datenstruktur dar, in der die relevanten Daten festgehalten werden und umfasst ein Protokoll, welches speichert, wie diese Daten ausgetauscht und abgeglichen werden. Diese Datenstruktur entspringt der Distributed Ledger Technology, stellt also ein dezentrales Register dar.
Die Blockchain besteht aus einer aneinander gereihten Kette von Transaktionsblöcken. Etwa alle 10 Minuten werden neue Transaktionen zu einem Block zusammengefasst und an die bestehende Kette angehängt. Von diesen Transaktionsblöcken führt jeder Benutzer, der Kryptowährungen verwendet, eine vollständige Kopie mit. Diese kann zu jedem Zeitpunkt jedem anderen Teilnehmer des Kryptowährungsnetzwerkes zu Verfügung gestellt werden.
Damit wird die vollständige Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Transaktionen weltweit gewährleistet.

Neben der wohl berühmtesten Kryptowährung, dem Bitcoin, gibt es momentan (Stand: Juni 2017) 754 weitere Kryptowährungen weltweit. Diese haben insgesamt eine Marktkapitalisierung von derzeit rund 97 Milliarden US-Dollar, wobei zeitweise die Grenze von 100 Milliarden US-Dollar vor einigen Wochen geknackt wurde.
Die drei stärksten Kryptowährungen sind der Bitcoin (BTC) mit einer derzeitigen Marktkapitalisierung von rund 38,5 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Ethereum (ETH) mit rund 30 Milliarden US-Dollar und Ripple (XRP) mit einer Marktkapitalisierung von etwas unter 10 Milliarden US-Dollar.

Eine Auflistung aller weltweiten Kryptowährungen finden Sie hier.


Beispiel Bitcoin

Der Bitcoin leitete die Ära der Kryptowährungen im Jahre 2008 ein. Der Bitcoin wird mithilfe eines Algorithmus auf den Computern die Nutzer erzeugt und ist seit 2009 im Umlauf. Er stellt eine komplett private Währung dar, ist international verfügbar und kommt ohne die Zwischenschaltung von zentralen Emittenten aus.
Bitcoins können auch von Nutzern erzeugt werden. Beim „Mining“ tauschen sie, verallgemeinert gesagt, Rechenleistung ihres Computers gegen Bitcoins aus. Jedoch ist der Bitcoin auf eine Anzahl von 21 Millionen limitiert.
Durch diese Tatsache nimmt die Rate der neu geschöpften Bitcoins zwangsläufig im Laufe der Zeit ab und auch der Prozess des Mining wird langwieriger. So wird die Rate nach Ablauf bestimmter Blockintervalle halbiert. Beim Bitcoin ist dies alle 210.000 Blöcke der Fall.
Zu Beginn kamen 50 neue Bitcoins pro 10 Minuten im Umlauf, dann 25 und seit Mitte 2016 sind es nur noch 12,5 Bitcoins.
Allerdings führt die begrenzte Geldmenge neben dem Horten von Bitcoins auch zu vermehrten Spekulationen. Zudem wird diese Begrenzung auch als Ursache für die hohe Volatilität des Bitcoins und auch aller anderen limitierten Kryptowährungen gesehen.

Bitcoins können weltweit auf Plattformen und Bitcoin-Börsen, wie Coinbase, gehandelt werden. Nach einem enormen Kurssprung von 83 $ am 02.10.2013 auf 1.160 $ am 30.11.2013 erlangte der Bitcoin erstmal eine breite Aufmerksamkeit der Massenmedien weltweit und bietet spätestens seitdem ein großes Spekulations- und Investitionspotential.
 
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Beispiel Ethereum

Das Kryptowährungssystem Ethereum ähnelt vom Aufbau und der Funktionsweise her sehr der des Bitcoins.
Auch Ethereum wird mithilfe eines Algorithmus auf den Computern der Nutzer erzeugt, basiert auf der Blockchain-Technologie, ist dezentral organisiert und stellt mit dem Ether eine eigene Währung dar.

Ethereum wurde Anfang 2014 von Gavin Wood beschrieben und im Juli 2015 in Umlauf gebracht. Nur einige Monate später besaß die Kryptowährung Ether eine Marktkapitalisierung von über eine Milliarde US-Dollar. Bis heute (Stand: Juni 2017) hat diese sich verdreißigfacht. Die Entwicklung wird dabei von der namensgleichen Firma mit Sitz in der Schweiz vorangetrieben, wobei diese aber keine direkte Kontrolle auf das laufende System ausübt.

Dabei stellt Ethereum im Gegensatz zum Bitcoin nicht nur ein reines Zahlungssystem dar, sondern ist eine Plattform für Distributed Apps, welche aus Smart Contracts bestehen. Smart Contracts sind Computerprotokolle, die Verträge abbilden oder überprüfen und deren Abwicklung technisch unterstützen.
Die Nutzer verwenden hierbei das Ethereum-Peer-to-Peer-Netzwerk, um Daten untereinander mithilfe der Ethereum-Blockchain auszutauschen.

Auch Ether können weltweit auf Plattformen und Kryptowährungsbörsen, wie Coinbase, gehandelt werden. Nach einer langen Seitwärtsphase verzehnfachte sich der Ether innerhalb von drei Monaten von Anfang März mit ungefähr 40 US-Dollar auf 420 US-Dollar Mitte Juni und scheint neben dem Bitcoin nun auch ein großes Spekulations- und Investitionspotential zu bieten.
 
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